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Karl-May-Spiele Bad Segeberg - Bad Segeberg - 24.06.2015

„Im Tal des Todes“ ab 27. Juni (Fotogalerie)

Karl-May-Spiele Bad Segeberg - „Im Tal des Todes“ ab 27. Juni (Fotogalerie)
Bad Segeberg (em) Mit einem spannenden Abenteuer um eine geheime Quecksilbermine gehen die Karl-May-Spiele in ihre 64. Saison. Gezeigt wird – erst zum dritten Mal in der Geschichte der Spiele – das Stück „Im Tal des Todes“. Das Team entführt die Zuschauer im Freilichttheater am Kalkberg ins Mexiko des 19. Jahrhunderts.

Die Rolle des Apachenhäuptlings Winnetou spielt zum dritten Mal Jan Sosniok, der die Herzen der Bad Segeberger Zuschauer im Galopp erobert hat. Er kehrt gerade von einem Theatergastspiel zurück und freut sich auf die neue Wildwest-Saison, die für ihn viele Actionszenen, aber auch nachdenkliche Monologe bereithält. Der Schauspieler ist seit über 20 Jahren in zahlreichen TV-Filmen und Serien erfolgreich – unter anderem in der preisgekrönten Serie „Danni Lowinski“.

Eine der interessantesten Rollen der neuen Inszenierung ging an Barbara Wussow, die in den 80er Jahren durch die legendäre „Schwarzwaldklinik“ berühmt wurde. Sie verkörpert am Kalkberg die rassige Senorita Miranda, die in der kleinen Ortschaft San Miguel eine Cantina betreibt und die Frau an der Seite des Westmanns Old Firehand ist. Im Laufe des Abenteuers hat Barbara Wussow Gelegenheit, mehrere Facetten ihres Könnens zu zeigen. Die Wienerin wird das Publikum mit einer überraschenden Wendung verblüffen.

Der Westmann Old Firehand wird von Ralf Bauer gespielt, der seit über 20 Jahren mit Serien wie „Gegen den Wind“ Erfolge feiert und zuletzt in der RTLShow „Let’s Dance“ ein Millionenpublikum begeisterte. Er arbeitet nicht nur als Schauspieler, sondern ist auch mit seinem eigenen Solo-Programm unterwegs. In der Rolle des Old Firehand kann Ralf Bauer zum einen den coolen Westmann verkörpern, zum anderen aber auch den liebevollen Vater des kleinen Harry.

Die Kinderrolle wird von gleich drei Jungs übernommen, für die dieser Sommer das bislang größte Abenteuer ihres jungen Lebens sein wird: Keno Fakhoury (11) wohnt nur ein paar Minuten vom Wilden Westen am Kalkberg entfernt. Er ist in Bad Segebergs Nachbarort Fahrenkrug zu Hause. Auch Nick Wiese (12) hat es bis zum Freilichttheater nicht allzu weit. Er kommt aus Bordesholm. Etwas länger dauert die Fahrt für Theo Seegebrecht (9). Er wohnt in der Hamburger Hafencity.

Die Zuschauer können sich aber auch auf einige der Bad Segeberger Publikumslieblinge freuen. Seit 28 Jahren gehört Joshy Peters zum Karl- May-Ensemble. Nach einem Gastspiel als legendärer Buffalo Bill im Vorjahr wechselt er diesmal auf die Seite des Bösen und verkörpert den Bergwerksbesitzer Roulin. Diese Figur hatte er schon 2002 gespielt – und es ist eine seiner Lieblingsrollen.

Auch Nicolas König, der zum elften Mal im Ensemble steht, übernimmt die Rolle, die er schon aus der Saison 2002 kennt: den Eisernen Pfeil, den trunksüchtigen Häuptling vom Stamme der Maricopas. Im Vorjahr spielte Nicolas König den Westmann Bloody-Fox, der sich als „Geist des Llano Estacado“ entpuppte.

Für erfahrene Karl-May-Zuschauer ist diese Besetzung eine echte Überraschung: Dirc Simpson, der meist den weißen Schurken mimt, schlüpft in die Haut des skurrilen Westmanns Sam Hawkens. Der Berliner, der zum sechsten Mal seit 2004 dabei ist, hat am Kalkberg auch schon als kriegerischer Häuptling überzeugt.

Zum vierten Mal in Folge mischt Fabian Monasterios im Wilden Westen von Bad Segeberg mit. Im vergangenen Jahr spielte er an der Seite von Christian Kohlund den Gangster Stewart, diesmal ist er der mexikanische Bösewicht Juanito Alfarez, der im Bergwerk im geheimnisvollen „Tal des Todes“ ein hartes Regiment führt.

Im mittlerweile fünften Jahrzehnt seit den 70er Jahren wirkt Harald P. Wieczorek (66) bei den Karl-May-Spielen mit. Da er sehr wandlungsfähig ist, übernimmt er eine Doppelrolle als Südstaaten-Plantagenbesitzer Georg von Adlerhorst und als weiser Häuptling Starke Hand vom Stamme der Chiricahua-Apachen.

Als geheimnisvolle Paloma Nakana gibt Linda Holly ihr Kalkberg-Debüt. Die gebürtige Hamburgerin mit österreichischen Wurzeln lebt in Wien. Schon mit 13 Jahren begann sie, bei der Theaterjugend Hamburg Schauspielunterricht zu nehmen und wirkte in zahlreichen Produktionen mit.

Auch zum ersten Mal ist Patrick L. Schmitz dabei. Für ihn wurde die Rolle des deutschen Dichters Heinz-Egon Winzigmann maßgeschneidert. Patrick L. Schmitz liebt es ohnehin, Menschen zum Lachen zu bringen – zum Beispiel mit dem selbst zusammengestellten Heinz-Erhardt-Programm „Heinz und Heinz – das macht zwei!“.

Felix Ströbel ist das fünfte „Greenhorn“ im Karl-May-Ensemble. Als junger Adeliger Martin von Adlerhorst muss er allerlei tragische Momente überstehen. Der Wahl-Hamburger stand unter anderem im Thalia-Theater und im St. Pauli Theater auf der Bühne.

Norbert Schultze jr., zum 15. Mal der Regisseur der Karl-May-Spiele, dirigiert diesmal über 80 Mitwirkende, 25 Pferde, einen Weißkopfseeadler, einen Virginia-Uhu und drei Hühner. Das Buch stammt von Autor Michael Stamp, die Produktions- und Spielleitung liegt in den Händen von Stefan Tietgen.

Laut Geschäftsführerin Ute Thienel wurden allein über 500.000 Euro in die Technik, die Anlagen des Freilichttheaters und das neue Bühnenbild der 4,4- Millionen-Euro-Produktion investiert. Das Bühnenbild zeigt ein imposantes Quecksilberbergwerk, das den Stuntleuten und Pyrotechnikern viele Möglichkeiten für Action-Szenen eröffnet, ebenso die mexikanische Ortschaft San Miguel mit Cantina und die geheimnisvolle Kultstätte eines untergegangenen Indio-Volkes.

Ute Thienel: „Wir möchten unser Publikum mit mexikanischem Flair verzaubern. Es wird eine große Fiesta mit Tanz, typischer Mariachi-Musik und prächtigen Kostümen gefeiert.“ Die Geschäftsführerin freut sich, dass es den Spielen gelungen ist, mit Ralf Bauer und Barbara Wussow zwei bundesweit bekannte und beliebte Fernsehgesichter für das Abenteuer in Bad Segeberg zu begeistern. „Sie passen als sympathische Schauspieler, die man aus Serien und Fernsehfilmen kennt, sehr gut zu uns. Ich bin sicher, dass das Publikum sie schnell ins Herz schließen wird.“

Die Karl-May-Spiele zeigen das Stück „Im Tal des Todes“ vom 27. Juni bis zum 6. September im Freilichttheater am Kalkberg. Gespielt wird donnerstags, freitags und sonnabends jeweils ab 15 und 20 Uhr, sonntags ab 15 Uhr. Die Premiere der 64. Saison ist am 27. Juni ab 20.30 Uhr.