Termine

Navigation

Suchen

STADTMAGAZIN

Wege-Zweckverband - Bad Segeberg - 08.03.2018

WZV-Azubis setzen Zeichen für Umweltschutz

WZV-Azubis setzen Zeichen für Umweltschutz  Wege-Zweckverband
Wege-Zweckverband - WZV-Azubis setzen Zeichen für Umweltschutz
Bad Segeberg (em) Die Azubis des Wege-Zweckverbands der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV), tatkräftig unterstützt vom FÖJ und mehreren Praktikanten, nehmen an der europaweiten Aufräumkampagne „Let’s Clean Up Europe“ teil. Ausgerüstet mit großen Tüten, Handschuhen und Zangen sind sie am 7. März auf den Straßen und Wegen rund um den Recycling- und Betriebshof unterwegs. Das Besondere: am Ende wird die Ausbeute vom Wegesrand unter die Lupe genommen.

Erstmalig ist die große Aufräumaktion, die im Kreis Segeberg jedes Jahr unter dem Titel „Aktion Saubere Landschaft“ durchgeführt wird, mit einer wissenschaftlichen Studie zum Littering, englisch für Vermüllen, verbunden. Das Bundesumweltministerium und das Bundesumweltamt haben die Studie in Auftrag gegeben, um das Ausmaß des Litterings in Deutschland besser beurteilen zu können. Unter dem Motto „Jetzt ist Zähltag!“ kann jeder mitmachen und nach der Sammelaktion den Abfall nach Art und Fundort sortieren, zählen und das Ergebnis über eine Zähl-App melden. Die WZV-Azubis wollen mit ihrer Teilnahme Vorbild sein und andere auf die Kampagne aufmerksam machen. Die WZV-Azubis wollen mit ihrer Teilnahme Vorbild sein und andere auf die Kampagne aufmerksam machen. Die B 206, die K 61 und ein Wanderweg umfasste ihre vier Kilometer lange Sammeltour. Auf rund 6.000 Quadratmetern hat das Sammelteam 1.597 Zigarettenkippen, 120 Getränkeverpackungen, 107 Kunststofftüten, 48 Taschentücher, 17 Kosmetikflaschen und 31 Gummiteile wie Fahrradreifen gefunden. Auch Schadstoffe waren dabei: 18 Spraydosen, drei Akkus und 19 Feuerzeuge.

Organisiert haben die Aufräum- und Zählaktion rund um das WZV-Gelände der Auszubildende Lukas Schulz und Eileen Olk, die beim Martin-Meiners-Förderverein (MMFV) ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert. Lukas Schulz ärgert sich: „Es gibt leider immer noch zu viele Menschen, die ihren Müll achtlos an den Straßenrand schmeißen. Auch das Abfallproblem an Schulwegen und -höfen kennen wir aus unserer Schulzeit alle nur zu gut.“ Die Zählstudie knüpft an laufende Forschungsaktivitäten des Umweltbundesamtes an, die sich mit dem litteringbasierten Eintrag von Kunststoffen in die Umwelt befassen und soll dazu dienen, die vorhandene Datenbasis zu verbessern und eine Hochrechnung des Litteringaufkommens zu ermöglichen. Außerdem sollen Instrument und Handlungsansätze zur Reduzierung des Litterings erarbeitet werden. Die Ergebnisse der Studie werden 2019 veröffentlicht.

Eileen Olk möchte noch mehr Menschen zum Mitmachen bewegen: „Jeder, egal ob als einzelne Persone, Gruppe oder Unternehmen, kann sich an der Kampagne beteiligen. Je mehr desto besser! Für die Anmeldung muss nur ein Datum zwischen dem 1. März und dem 31. Mai 2018 und ein Sammelort festgelegt werden. Genaue Anweisungen und Informationen finden sich auf www.letscleanupeurope.de. Hier kann man sich auch direkt anmelden.“, erklärt die FÖJlerin. Die Aktion „Let’s Clean Up Europe“ findet jedes Jahr im Frühling statt. 2017 beteiligten aus rund 30 Ländern etwa 700.000 Menschen. Alleine in Deutschland wurden im letzten Jahr 1.270 Tonnen Abfälle gesammelt. Die Kampagne wird vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU) im Auftrag des Bundesumweltministeriums koordiniert. Die EU Kommission unterstützt „Let’s Clean Up Europe“ auf EU-Ebene.
Verwendung von Cookies
Um unsere Webseite für Sie optimal gestalten zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung
Akzeptieren und weitersurfen