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Kirchenkreis Altholstein - Neumünster - 09.05.2019

Kirchengemeinden müssen zusammenarbeiten

Kirchengemeinden müssen zusammenarbeiten Kirchenkreis Altholstein
Kirchenkreis Altholstein - Kirchengemeinden müssen zusammenarbeiten
Neumünster (em) Der Ev.-Luth. Kirchenkreis Altholstein wappnet sich für die Zukunft. Am Mittwoch, 8. Mai haben Kirchengemeinderäte in Neumünster über die Nachwuchssorgen in der Pastorenschaft diskutiert. In den nächsten zehn Jahren gehen deutlich mehr Pastoren in Ruhestand, als nachrücken. Eine Lösung könnte in der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit liegen.

„Ihre Ideen sind gefragt, denn es geht nur mit Ihnen“, wandte sich Propst Stefan Block an die Kirchengemeinderäte. Diese waren unter anderem aus der Vicelingemeinde, aus Einfeld, Kisdorf, Schmalfeld oder Flintbek zum Infoabend in den Luthergemeindesaal in Neumünster-Tungendorf gekommen.

Christian Kröger, ehemaliger Pastor in Bönebüttel, jetzt zuständig für Organisation und Personalentwicklung im Kirchenkreis Altholstein, zeigte Beispiele, wie Kirchengemeinden kooperieren. So könnten zum Beispiel zwei Gemeinden gemeinsam einen Pastor beschäftigen. Einige Aufgaben könnten Nicht-Theologen übernehmen, Gemeinden könnten sich zu Verbänden zusammenschließen. Oder sie teilen die Arbeit nach Inhalten auf und bilden Schwerpunktorte für etwa Jugendarbeit, Verwaltung und Kirchenmusik. „Es werden nicht mehr alle Orte in der Nachbarschaft alles anbieten wollen oder können“, fasste Propst Stefan Block zusammen. Unbedingt vermeiden aber wolle man „weiße Flecken“ auf der kirchlichen Landkarte. Weniger attraktive Gegenden sollen nicht „leerlaufen“. Deshalb hat die Nordkirche in einem Gesetz festgelegt, dass das Personal solidarisch verteilt wird. Die Folge wird sein, dass Pastorenstellen nicht sofort oder nicht voll besetzt werden können, obwohl genügend finanzielle Mittel da wären.

Natürlich gebe es auch Maßnahmen, um den Beruf des Pastors für junge Frauen und Männer attraktiver zu machen, erklärte Block weiter. Die Ruhestandswelle aber komplett abzufangen, werde nicht möglich sein. Bereits jetzt fänden sich in einigen Orten nur wenige Bewerber auf eine Pfarrstelle. Altholstein will deshalb mit seinen Kirchgengemeinden ins Gespräch kommen und Möglichkeiten erarbeiten, fehlende Mitarbeiter und längere Vakanzen zu kompensieren. Auch eine Sitzung der Kirchenkreissynode im August wird sich mit der Thematik beschäftigen.

Foto: Wollen vorbereitet sein: Pastor Christian Kröger, Pastorin Simone Pottmann, Dr. Christian Kuhlmann, Propst Stefan Block (v.l.). © Stefanie Rasmussen-Brodersen
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