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EUROPA - Norderstedt - 11.06.2019

Elektro-Autos können nur eine Zwischenlösung sein

Elektro-Autos können nur eine Zwischenlösung sein EUROPA
EUROPA - Elektro-Autos können nur eine Zwischenlösung sein
Norderstedt (em) „Wenn die gut 100 Elektro-Autobesitzer in Norderstedt und weitere Interessenten bei der Beschaffung eines E-Autos Angst haben um mangelnde Reichweite und Wertverlust der Fahrzeuge, so sind das persönliche Bedenken bezogen auf den lokalen Markt und der individuellen Nutzung“, so der ehemalige Landtagsabgeordnete Manfred Ritzek.

Aber die Probleme zur Herstellung der Antriebs-Akkus sind viel gravierender und dürfen uns nicht blind vor Begeisterung machen. Alleine die Förderung der wertvollen Rohstoffe für die Batterien macht große Sorgen. Das sogenannte Lithiumdreieck an der Landesgrenze zwischen Chile, Bolivien und Argentinien wird bereits heute ohne Beachtung von Umweltstandards genutzt.

Das ARD dokumentierte in einer Sendung am 3. Juni, wie beim Lthium-Abbau Chemikalien verwendet werden, die äußerst aggressiv sind und Landwirtschaft und Tiere brutal beeinflussen mit der Konsequenz, dass den dort lebenden indigenen Völkern die Lebensgrundlage genommen wird. Denn mit der Förderung kamen die großen Maschinen, die die gesamte Landschaft umgraben, Tiere vertreiben und die Wasserstellen in den Gebirgshöhen zum Versiegen bringen.

Ein weiterer wichtiger Rohstoff für die E-Auto-Batterien ist der seltenen Rohstoff Kobalt. Die Weltproduktion beträgt derzeit etwa 120.00 Tonnen, VW alleine benötigt für die geplante Umstellung auf E-Autos 130.000 Tonnen. Schlimm ist besonders, unter welchen menschenverachtenden Bedingungen heute Kobalt in Afrika durch Kinderarbeit gewonnen wird.

„Wenn z.B. VW, Mercedes, Opel, BMW die Zukunft der Autoflotten mit E-Autos sehen, so muss man von diesen Konzernen auch fordern, dass diese Umwelt- Klimaschutz- und menschenwürdige Arbeitsschutzstandards bei der Gewinnung der Rohstoffe in fernen Ländern einfordern“, so Ritzek.

In Japan z.B. wird es keine E-Autos geben, das Land setzt ausschließlich auf die Entwicklung von Wasserstoff-Autos, von vielen auch bereits als die echte Alternative zum E-Auto gesehen.

„Wir können bei unseren Entscheidungen dazu beitragen, durch gezieltes und konkretes Befragen beim Autokauf auf die Einhaltung von Menschen-, Klima- und Umweltschutz durch die Autokonzerne zu achten, ohne uns auf schwammige Erklärungen einzulassen. Und fragen Sie Ihre Politiker nach deren Kenntnis und deren Einstellung zu diesem Thema“, so Ritzek abschließend.
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