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Verein Götzberger Windmühle - Henstedt-Ulzburg - 01.10.2019

Götzberger Windmühle erscheint in neuem Glanz

Götzberger Windmühle erscheint in neuem Glanz Verein Götzberger Windmühle
Verein Götzberger Windmühle - Götzberger Windmühle erscheint in neuem Glanz
Henstedt-Ulzburg (em) Pünktlich zum 15. Geburtstag des Vereins Götzberger Windmühle – die Eintragung in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Kiel erfolgte am 14. September 2004 – sind die Mühlenbauer fertig.

Es ist alles aufgeräumt und geputzt die Führungen durch die Mühle können wieder stattfinden. Der Rumpf der historischen Windmühle benötigte neue Pappschindeln, es gab bereits die ersten kleinen, sichtbaren Durchfeuchtungen. Die Verantwortlichen des Vereins, das Denkmalsamt des Kreises Segeberg, der Mühlensachverständige des Landesvereins sowie die zu Rate gezogenen Zimmerer waren zuversichtlich: Das wird eine normale Reparatur. Weit gefehlt. Aus den angebotenen 42.000 Euro sowie der Vorstellung, so viel wie möglich der alten Holzverschalung von 1980 wieder verwenden zu können, wurde nichts.

„Uns fehlt zwar noch die Rechnung für die Blitzschutzanlage“, so Henry Petersen, Vorsitzender des Vereins, „aber bislang sind wir bereits bei knapp 55.000 Euro und möglichen Zuschüssen in Höhe von 32.000 Euro. Der Rest muss aus der Vereinskasse kommen. Danke an die Zuschussgeber sowie die Vereinsmitglieder, die mit vielen ehrenamtlichen Helferstunden geholfen haben.“

Wie kam es dazu? Man konnte halt der alten Dame vorher nicht unter das Kleid schauen. Der Anteil der Bretter die wieder verwendet werden konnte schrumpfte auf ein Minimum. Fenster und Gauben mussten neu eingefasst werden, Dachunterschläge erneuert und vieles neu angepasst werden. Die schlimmste Überraschung waren jedoch zwei der acht Ständer der Mühle, immerhin Balken von einer Stärke von 30 mal 30 Zentimeter die stark verwittert waren. Ein Statiker, der vom Landesverein zur Verfügung gestellt wurde, begutachtete und entschied, dass einer der Ständer auf einer Länge von zwei Metern komplett ausgetauscht werden musste sowie zwei andere Flächen von auch jeweils zwei Metern Länge durch zehn Zentimeter starke Bohlen verstärkt werden mussten.

Aber, der Erfolg zählt. Das neue Kleid passt, alles ist dicht, weitere große Reparaturen sind nicht absehbar, „nur“ die normalen Unterhaltungsarbeiten wie an jedem Gebäude. Jetzt füllen wieder die Kinder aus Kindergärten und Schulen die Mühle mit Leben. Sie haben zwischen Sommer- und Herbstferien das Thema Getreide und Brot und kommen gerne und besichtigen die alte Dame, die ihnen zeigt wie aus Getreide Backschrot wird.
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