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Kreis Segeberg - Bad Segeberg - 25.03.2020

Allgemeinverfügung: Das sind die neuen Regelungen!

Allgemeinverfügung: Das sind die neuen Regelungen! Kreis Segeberg
Kreis Segeberg - Allgemeinverfügung: Das sind die neuen Regelungen!
Bad Segeberg (em) Im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus hat die schleswig-holsteinische Landesregierung die Einschränkungen für die Bevölkerung am heutigen Montag weiter präzisiert.

Der Kreis Segeberg hat die Regelungen in einer neuen Allgemeinverfügung umgesetzt. Sie tritt heute in Kraft und gilt bis einschließlich Sonntag, 19. April. Eine Verlängerung ist möglich.

Die neuen Festlegungen im Überblick
• Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet. Dabei sind die Kontakte zu anderen Personen auf ein absolut notwendiges Minimum zu reduzieren und, wo immer möglich, ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben weiter möglich.

• Sitzungen von staatlichen und kommunalen Gremien (Sitzungen der Stadt- und Gemeindevertretungen, des Kreistags sowie der Amtsausschüsse und der Verbandsversammlungen kommunaler Zweckverbände) sind unter Beachtung der Hygienehinweise des Robert- Koch-Institutes gestattet. Allerdings sind sie auf das unbedingt Erforderliche zu beschränken. Für diese Sitzungen gelten keine räumlichen Zutrittsbeschränkungen, sodass sie bei Bedarf auch unter anderem in Sporthallen, Räumen in Schulen sowie in Gaststätten durchgeführt werden können. Speisen oder Getränke dürfen nicht serviert werden.

• Nicht unter den Veranstaltungsbegriff fallen die Teilnahme am öffentlichen Personennahverkehr sowie der Aufenthalt an einer Arbeitsstätte.

• Private Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern, Grillabende oder ähnliche Veranstaltungen sind grundsätzlich untersagt. Dies gilt auch in Wohnungen, auf Privatgrundstücken und in privaten Einrichtungen. Die Kontakte zu anderen Personen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes sind auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.

• Betriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Massagesalons oder Kosmetikstudios müssen schließen. Ausnahmen gibt es für medizinische Anwendungen.

Nach Infektionsschutzgesetz sind Verstöße gegen die Allgemeinverfügung, Quarantäneanordnungen und Veranstaltungsverbote Straftaten, die von der Polizei verfolgt und an die Staatsanwaltschaft abgegeben werden. Im Falle einer Verurteilung können Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe drohen.

„Ich bitte daher nochmals alle Einwohnerinnen und Einwohner des Kreises, sich in Ihrem eigenen Interesse, aber vor allem auch im Interesse der Vorerkrankten und Älteren, an die Regelungen zu halten – egal ob jung oder alt“, so Landrat Jan Peter Schröder.
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