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Stadt Bad Bramstedt - bad-bramstedt - 14.09.2020

Bürgermeisterin Verena Jeske zum Status Quo Kurhaustheater

Bürgermeisterin Verena Jeske zum Status Quo Kurhaustheater Stadt Bad Bramstedt
Stadt Bad Bramstedt - Bürgermeisterin Verena Jeske zum Status Quo Kurhaustheater
Bad Bramstedt (em) Hier bei uns im Norden gibt man Butter bei die Fische, wenn man endlich mal auf den Punkt kommen möchte. Beim Thema Kurhaustheater ist dieser Zustand schon lange überfällig. Zu viel ungeklärte Fragen lagen in der Luft, so dass es sich der Runde Tisch Theater unter der Leitung von Ina Koppelin zur Aufgabe gemacht hat, Klarheit zu schaffen.

Eines ist klar: Das Kurhaustheater liegt den Bad Bramstedtern am Herzen und verkörpert einen Teil der Zeitgeschichte der Stadt. Im Kurhaustheater war seit 1958 schon einiges los!Auch am runden Tisch war man sich darüber einig, dass der Theaterbetrieb im Kurhaustheater zu Hause ist. Deshalb stand die Idee im Raum, das Gebäude zu kaufen, um dessen Existenz langfristig zu sichern. Der Vermieter lehnte ab und somit besteht nunmehr kaum eine Planungssicherheit für diese historische Spielstätte.

Verschärft wurde diese Situation durch den erheblichen Renovierungsstau, welcher bisher versucht wurde von dem Theaterverein zu kompensieren. Der aktuell drohende Ausfall der Fußbodenheizung, welcher den Austausch der kompletten, fest verankerten Bestuhlung zur Folge hätte, stellt den Verein um Hans-Jürgen Kütbach vor eine herausfordernde Situation. Der damit zusammenhängende Zeit- und Kostenaufwand steht in diesem Fall nicht mehr in Relation zu der Planungssicherheit des Gebäudes. Es ist daher nicht mehr zu rechtfertigen, dass in eine fremde, gemietete Immobilie hochstellige Summen investiert werden, die jederzeit gekündigt werden könnte.

Mit dieser enttäuschenden Situation mussten die Mitglieder des runden Tisches erst einmal klarkommen. Doch in Bramstedt lässt man sich nicht so leicht unterkriegen und richtet seinen Blick nach vorne. Was passiert also, wenn der „Worst Case“ eintritt und die Heizung des Theaters komplett ausfällt? Die Mensa der JFS könnte in diesem Fall eine Alternative darstellen und somit wurde beschlossen, dass mit der Schule Gespräche geführt werden sollten, um in Notfallsituationen trotzdem handlungsfähig zu sein. Dass diese Lösung aber nicht einen Dauerzustand darstellen kann, war schnell allen Beteiligten klar. Theater in Bad Bramstedt braucht eine andere Kulisse.

Die Planung und Errichtung eines Kultur- und Bildungszentrums scheint somit ein Projekt, mit dem man sich intensiver auseinandersetzen sollte. Aber wie? Manche Dinge muss man ja nicht neu erfinden und deshalb beschloss der Runde Tisch, dass bereits umgesetzte Konzepte in anderen Städten begutachtet und in die Planung miteinbezogen werden. Ziel ist es, ein Konzept zu erarbeiten, in dem nicht nur der Bereich „Theater“ abgebildet wird, sondern sich die gesamte Bramstedter Kulturlandschaft wiederfindet. Multifunktionale Nutzung ist das Stichwort: Probe oder Konzert, Party oder Vernissage und vieles mehr sollten hier möglich sein.

Denn auch das sei erwähnt: Seit Jahren begnügen sich zahlreiche Musiker und Kulturschaffende in Bad Bramstedt mit den sehr begrenzten Kapazitäten in dem Kulturhaus „Alte Schule“. Mit Sicherheit wären BT-Orchester und Co. nicht unglücklich darüber, wenn hier optimalere Gegebenheiten geschaffen werden. Zumal über diese Vereinsstrukturen Veranstaltungen wie z.B. das internationale Musikfest überhaupt erst möglich sind. Also, liebes Kurhaustheater – bitte halte noch ein bisschen durch, bis wir einen würdigen Nachfolger gefunden haben, der sich dann in die Herzen der Bramstedter spielt.
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